KoolKill

September 2020

08.26.2020

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Die neue Protestwelle oder: Wer gehört zum Wir?

Fünf Jahre nach der großen Fluchtbewegung aus Syrien und den Anrainerstaaten in die Bundesrepublik ist der Diskurs hierzulande nachhaltig vergiftet. Das haben die vergangenen Wochen und Monate eindrucksvoll bewiesen.

Verdörrt und vernutzt: Das Drama des Waldes

Die jüngsten Dürresommer haben die hiesigen Wälder wieder in den Fokus öffentlicher Debatten gerückt. Dabei zeigt sich immer mehr: Der deutsche Wald befindet sich in einem gleich zweifachen Dilemma.

Orbáns Durchmarsch, Europas Verantwortung

Nach dem Motto »zwei Schritte nach vorn, einen Schritt zurück« normalisiert Orbán peu à peu seine autoritäre Politik. Seine Machtfülle hat viele Gründe – und auch die EU trägt dafür eine Verantwortung.

Kuba und Nicaragua: Die Revolution in den Zeiten von Corona

Seit Monaten wütet das Coronavirus in Lateinamerika. Von Mexiko über Brasilien bis Chile steigt die Zahl der Infizierten dramatisch – das berichten Korrespondenten in mitteleuropäischen Zeitungen. Weniger bekannt ist hingegen die Lage in Nicaragua und Kuba. In beiden Ländern sind einstige Revolutionäre oder deren Nachfolger an der Macht und reagieren gänzlich untypisch auf die Krise – allerdings mit je völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Mosambik: Vom Terror zum Bürgerkrieg?

Seit drei Jahren schwelt in Mosambik ein Konflikt zwischen der Regierung in Maputo und bewaffneten Terrorgruppen in der nördlichen Provinz Cabo Delgado, der nun vollends zu eskalieren droht. Ende Mai fielen Kämpfer in die mehrere tausend Einwohner zählende Stadt Macomia ein und zwangen die Bevölkerung und die Sicherheitskräfte vor Ort zur Flucht; Augenzeugen berichten von 19 Toten. Erst als die Soldaten Verstärkung von privaten Militärfirmen erhielten, konnten sie die Kontrolle über die Stadt zurückerlangen.

Debatte

KSK oder: Bundeswehr ohne Innere Führung?

In der Diskussion über rechtsextreme Tendenzen und Strukturen in der Bundeswehr steht immer wieder das Kommando Spezialkräfte im Mittelpunkt der Kritik. Das Grundproblem dabei ist jedoch die schwächelnde Innere Führung der gesamten Armee.

Kolumne

Die Verteidigung der Wildnis – mit ökonomischem Profit

Als der Zyklon Amphan im vergangenen Mai den Golf von Bengalen heimsuchte, schien dieser erste große Sturm des Jahres in Südasien eine massive Bedrohung nicht nur für die Menschen zu sein, die in den Überschwemmungsgebieten an der Küste leben, sondern auch für die Tiere und Pflanzen – darunter viele gefährdete Arten –, die auf diese empfindlichen Ökosysteme angewiesen sind. Doch die Natur kam der Region zu Hilfe.

Aufgespießt

Söders Zerstörung der CDU

Wer hätte das für möglich gehalten: Dieses eine Mal hat die SPD tatsächlich die Nase vorn, nämlich bei der Nominierung ihres – ja, kann man ihn überhaupt so nennen – Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Das aber ist auch kein Wunder: Bei der SPD gab es schließlich gar kein Wett-, sondern bloß ein Wegrennen um die Kandidatur.

Kurzgefasst

Kurzgefasst September 2020

Wie kommunizierende Röhren vollzogen sich nach dem Mauerfall die deutsche und die europäische Einigung – und beide gerieten durch den Aufstieg des Rechtspopulismus in eine fundamentale Krise. Doch die EU-Politik infolge der Coronakrise, so der Philosoph und „Blätter“-Mitherausgeber Jürgen Habermas, habe beiden Prozessen eine zweite und vielleicht letzte Chance beschert, die es unbedingt zu nutzen gelte. Nur wenn wir unsere nationalen Kräfte für den entscheidenden Integrationsschritt in Europa bündeln, werde die Europäische Union als globaler Akteur eine Zukunft haben.

Analysen und Alternativen

30 Jahre danach: Die zweite Chance

Wie kommunizierende Röhren vollzogen sich nach dem Mauerfall die deutsche und die europäische Einigung – und beide gerieten durch den Aufstieg des Rechtspopulismus in eine fundamentale Krise. Doch die EU-Politik infolge der Coronakrise hat beiden Prozessen eine zweite und vielleicht letzte Chance beschert.

Der amerikanische Faschismus: Vom Ku-Klux-Klan zu Trump

Oft heißt es, Donald Trump regiere zwar autoritär, könne aber nicht mit den historischen Faschisten verglichen werden. Doch diese Sicht ist allzu bequem. Denn auch die Vereinigten Staaten haben eine lange Tradition faschistischer Organisationen.

Der Kampf des Jahrhunderts

Das „kurze 20. Jahrhundert“, wie Eric Hobsbawm es nannte, soll 1989 mit dem Sieg der USA im Kalten Krieg geendet haben. Doch heute steht Amerika einem mächtigen und durchsetzungsfähigen China gegenüber – einem Einparteienstaat mit einer Staatsideologie, die er den Marxismus des 21. Jahrhunderts nennt, und der eifrig eine starke Armee aufbaut, wobei er sich auf eine Wirtschaft stützt, die in absehbarer Zukunft die größte der Welt werden will.

Vorbild und Verheißung: Roosevelts New Deal

Wer angesichts des Klimawandels große sozialökologische Reformen wagen will, kann vom New Deal lernen. Denn es braucht die Bereitschaft zum Experimentieren und den Mut zum Konflikt mit mächtigen Interessengruppen.

Corona oder: Die Krise als Chance für eine sozial-ökologische Transformation

Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie und ihre globalen Auswirkungen sind Milliarden von Menschen in ihrer Existenz betroffen. Kaum ein Lebens- und Arbeitsbereich blieb davon verschont. Und zu viele – vermeintliche – Gewissheiten wurden über Nacht auf den Kopf gestellt. Das gilt auch und gerade für die über 75 Jahre weitgehend von Kontinuität geprägte Bundesrepublik. Der durch die Pandemie ausgelöste Lockdown gesamter Sektoren führte das Land in die tiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte.

Die »Carbon Bubble«: Finanzwirtschaft am Kipppunkt?

Immer mehr Finanzmanager ziehen sich aus Geschäften mit Kohle, Öl und Gas zurück – aus Angst, durch den Klimawandel Rendite zu verlieren. Erleben wir also einen Kipppunkt in der Beziehung zwischen Finanzwelt und fossiler Wirtschaft?

Feministinnen für den Frieden: Der Kampf gegen Netanjahu

Crime Minister“ lautet einer der Slogans, mit dem tausende Israelis seit Mitte Juli mehrfach wöchentlich in israelischen Städten, vor allem aber vor der Residenz von Benjamin Netanjahu in der Jerusalemer Balfour Straße demonstrieren. Sie fordern nichts weniger als den Rücktritt des Ministerpräsidenten, der sich wegen Korruption vor Gericht verantworten muss. Auch der Ärger über das miserable Krisenmanagement der Regierung angesichts der Covid-19-Pandemie bricht sich bei den Protesten Bahn.

Buch des Monats

Der planetarische Klassiker aus Ostberlin

Als am 10. November 1989 die Massen auf dem Ku‘damm feierten, flog Heiner Müller für eine Veranstaltung nach New York und erlebte so, fast zufällig, die Tage nach dem Mauerfall in den USA. Als die Welt tatsächlich auf diese Stadt Berlin schaute, in der ein Großteil seines Werks entstanden war, wo er als Grenzgänger zwischen Ost und West internationale Bekanntheit erlangt hatte, gab er vor dem Hintergrund des ikonischen Wolkenkratzerwalds Interviews. Darin sprach er davon, dass ein fingierter Sozialismus ohne bürgerliche Freiheiten den realen Kapitalismus nicht überwinden kann.

Chronik des Zeitgeschehens

Chronik des Monats Juli 2020

1.7. – EU. Deutschland übernimmt den Ratsvorsitz der Europäischen Union für die Monate Juli bis Dezember d.J. Bundeskanzlerin Merkel setzt sich am 8.7. vor den Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Brüssel mit Nachdruck für den Zusammenhalt der Europäischen Union ein.

Via: https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/september

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